Liebe
Frauen!
Manchmal
konnten wir es gar nicht glauben, aber nun ist es vollbracht: Der dritte
WeiberDiwan ohne Buchhandlung Frauenzimmer ist da! Das Redaktionskollektiv
hat sich neu konstituiert. Neue Frauen sind gekommen, manche auch schon
wieder gegangen. Wir haben viel diskutiert: Was ist ein feministisches
Buch? Wie lässt sich die Arbeit gerecht verteilen? Wie können
neue Frauen integriert werden? Sprechen wir auch Männer als Leser
an? Ist der WeiberDiwan queer? Wie versteht sich die Leser*innenschaft
– *innen steht als Platzhalter für die Repräsentation
vielfältiger Identitäten – des WeiberDiwans? Haben neben
den Subjektpositionen von Frauen auch jene dieses Dazwischens/ InBetweens
Raum? Einige der rezensierten Bücher zeigen eine Bewegung in diese
Richtung an. In ihnen wird die Bezeichnung „Frauen“ als
normierende Zuweisung in ein vorherrschendes Zweigeschlechter- System
der Dominanzgesellschaft empfunden. Queeres spielt jedenfalls in folgenden
Büchern eine Rolle: „Ulrike Ottinger. Eine Autobiografie
des Kinos“ von Laurence A. Rickels, „Doing Beyond Gender“
von Yvonne Doderer oder „Hugs and Kisses. tender to all gender“.
Die rezensierte feministische Theorie reicht von „Frauen und Politik.
Nachrichten aus Demokratien“ über „Das weibliche Genie.
Hannah Arendt“ von Julia Kristeva bis zu „Mehrheit am Rand?
Geschlechterverhältnisse, globale Ungleichheit und transnationale
Handlungsansätze“. Die lesbische Leserin wird sich erfreuen
an „Fatina“ von Andrea Karimé sowie an der Lektüre
von „Mein Lesbisches Auge“, übrigens schon das siebte.
Auch sonst gibt es viel zu lesen in diesem Bücherherbst: Zahlreiche
gruselige, spannende, atemberaubende Krimis wie „Erinnerung an
einen Mörder“ von Petra Hammesfahr oder „Das Gesetz
der Knochen“ von Beverly Connor. Schwerpunktland der diesjährigen
Frankfurter Buchmesse war die Türkei und auch wir haben einige
Bücher für euch ausgewählt, z.B. „Eine andere Türkei“
von Zehra Ipsiroglu oder „Sich hinlegen und sterben“ von
Adalet Agaoglu. Unter den zahlreichen Romanen fällt es schwer,
eine Wahl zu treffen. Einen der originellsten Titel hat bestimmt: „Der
Tag, an dem Gabriel Nin den Hund seiner Tochter im Swimmingpool ertränken
wollte“ von Berta Marsé. Nicht fehlen dürfen auch
eine Auswahl an Kinder- und Jugendbüchern („Millie in Moskau“
von Dagmar Chidolue oder „Das laute Schweigen der Francine Green“
von Karen Cushman) – und wie jedes Jahr im Herbst die Kalender!
Viele kuschelige Leseabende wünschen euch die
WeiberDiwan Frauen